Pressemitteilung
Frühzeitige Bürgerbeteiligung für den
Bebauungsplan Gateway Gardens

03. Juni 2005

Entwicklungsgesellschaft will bis 2006 Planungsrecht erreichen

Bereits drei Wochen nach dem Aufstellungsbeschluss für die Entwicklung des als Gateway Gardens bekannten Areals zwischen Frankfurter Kreuz und Flughafengelände hat die hiermit befasste Projektentwicklungsgesellschaft eine frühzeitige Bürgerbeteiligung im Ortsbeirat Oberrad, Sachsenhausen, Niederrad durchgeführt. Im Rahmen dieser Anhörung erhielten die Bürgerinnen und Bürger Einblick in den Stand der Überlegungen. "Nachdem wir mit den Fachplanern und Gutachtern unsere bisherigen Erkenntnisse diskutiert haben, wollen wir auch die Bürger an der Entwicklung dieses für Frankfurt Rhein Main wichtigen Projektes teilhaben lassen und ihre Ideen und Anregungen für die weitere Arbeit aufnehmen", meinte Peter Buchholz, Baudirektor und Prokurist bei der Gateway Gardens Projektentwicklungs GmbH. Derzeit arbeite man im Rahmen des laufenden Bebauungsplanverfahrens mit Hochdruck daran, die notwendigen Unterlagen und Planungskonzepte zu erstellen, um als Grundlage für einen ersten Baubeginn noch in 2006 das Planungsrecht zu schaffen. In der Phase zum Beschluss des B-Planes durch das Parlament werden die Bürgerinnen und Bürger noch einmal Gelegenheit haben, ihre Anregungen zu dem Projekt einzubringen.

Das ungewöhnlich rasche Vorankommen begründete Buchholz vor allem mit der konzentrierten Arbeit aller Projektpartner: "Alle Beteiligten sehen in diesem Areal eine große Chance für Frankfurt und die Region. Das Gelände zeichnet sich insbesondere durch seine hervorragende Anbindung über die Straßen-, Schienen- und Luftverkehrsverbindungen aus. Neben einer hochwertigen wirtschaftlichen Nutzung mit Büro und Dienstleistungsgebäuden, einem Trade Center, Tagungs- und Konferenzmöglichkeiten sollen Hotelflächen das Angebot am Flughafen ausbauen." Zur Schaffung von Aufenthaltscharakter und Urbanität solle die vielfältige Nutzung durch Einzelhandels- und Gastronomiestrukturen ergänzt werden, so zeigte sich Buchholz überzeugt. Angedacht ist ebenfalls ein Freizeitprojekt, das die Attraktion "Flughafen Frankfurt" erlebbar macht.

Zur Entwicklung des Geländes hatten die Gesellschaften Fraport AG, Groß & Partner Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH, ING Real Estate Development Holding Germany GmbH und OFB Projektentwicklungs GmbH gemeinsam mit der Stadt Frankfurt eine Public Private Partnership Gesellschaft gegründet. An ihr sind die Gesellschaften und die Stadt Frankfurt mit jeweils 50 Prozent beteiligt. Die Aufgabe der neuen PPP-Gesellschaft besteht vordringlich in der Entwicklung des Geländes mit Planungsrecht und Erschließung. Anschließend werden die Flächen und Quartiere an Investoren verkauft, die im Rahmen dieses Bebauungsplanes ihre Immobilienprojekte realisieren werden.

Der gegenwärtige Stand der Planungen repräsentiert einen Extrakt aus städtebaulichen Konzeptstudien der Architekturbüros Trojan & Trojan, Albert Speer & Partnerund PAS Jourdan Müller.

Wie Buchholz bei der Vorstellung der Strukturplanung erläuterte, wiesen alle drei Entwürfe eine ähnliche Grundstruktur für die Bebauung auf. "Wir haben daher das Büro Trojan & Trojan beauftragt, eine Synopse der bisherigen Planungen zu erstellen und im Rahmen des weiteren fachlichen Detaillierungsprozesses einen Rahmenplan für die Bebauung zu entwickeln, der Art und Maß der baulichen Nutzung festlegt."

Die Erschließung des Gebietes mit einer Größe von ca. 35 Hektar erfolgt nach derzeitigem Planungsstand straßenseitig über die angrenzenden Trassen der B43 im Norden, der A5 im Osten, der Ellis-Road im Süden und der Kapitän-Lehmann-Strasse im Westen. Die Umlegung einer der S-Bahnverbindungen zum Flughafen mit einem Halt auf Gateway Gardens wird derzeit geprüft. Die im Rahmen des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes wichtige Voruntersuchung zur Wirtschaftlichkeit hat eine positive Kosten/Nutzen-Relation ergeben. Geprüft wird ebenfalls die Anbindung an den Flughafen zu Terminal 1 und Terminal 2 über ein Hochbahnsystem.

Die bisherige Verteilung sieht eine Nutzung des südöstlichen Teils des Geländes durch flughafennahe Unternehmen vor. Hier können sich Firmen ansiedeln, die direkt mit dem Flughafen bzw. mit den Airlines geschäftlich verbunden sind. Auf dem gesamten Areal von Gateway Gardens können die Nutzungen im Übrigen flexibel gruppiert werden. Dies gibt die Möglichkeit, auf jeden Flächenbedarf zu reagieren.